5 WEGE, WIE DU DER CHEF DEINER GEDANKEN WIRST.

Die meisten Menschen machen den Fehler, dass sie gegen negative Gedanken ankämpfen oder sie auch zwanghaft durch positive Gedanken ersetzen. So werden sie nur noch stärker. Du bist getrennt und du versuchst zwanghaft, nicht an den Verlust zu denken, es zu vergessen oder es zu unterdrücken, dann wird das Gegenteil passieren, der Gedanke wird immer stärker. Im schlimmsten Falle gerätst du in eine Gedankenspirale, die dich runterzieht und dein ganzes Leben schaut sinnlos aus und du bist überzeugt, nie wieder glücklich zu sein.

 

Tipp Eins: Das Beste ist, du akzeptierst deine Gedanken, weshalb – weil sie da sind. Natürlich werden sie dadurch nicht toll. Sie sind was sie sind, nehmen dir womöglich Lebensfreude. Trotzdem ist dies der erste Schritt – sie zu akzeptieren. Du sagst dem Gedanken, dass er zwar nicht toll ist, er darf jedoch da sein. In dem Moment, wo ein Gedanke akzeptiert wird, schwächt er ein wenig ab. Gedanken verhalten sich manchmal wie ein kleines Kind, das Spaß daran hat, andere zu ärgern. In dem Moment, wo man das Kind ignoriert, verliert es den Spaß an seinem Treiben.

Der zweite Tipp ist, schreibe dir den Gedanken minutiös auf, Wort für Wort, der dir den größten Stress macht. Während du diesen einen Gedanken oder mehrere Gedanken auf ein Blatt Papier schreibst, wird sich dein Denken bereits beruhigen. Du wirst auch bemerken, dass es gar nicht so viele Gedanken sind. Es werden immer wieder dieselben Geschichten sein, die dir tagein und tagaus durch den Kopf gehen. Also -  aufschreiben, was den Vorteil hat, dass sich der Gedanke von dir distanziert und für eine gewisse Zeit weniger Aufregung bringt.

Tipp Nummere Drei: Eine weitere Möglichkeit ist, den Gedanken logisch zu begegnen. Kreist dein Gedanke um das Thema Selbstbewusstsein, dann kannst du die Frage stellen – ist es wahr, dass man zu 100 Prozent immer selbstbewusst sein muss? Ist es wahr, dass man zu jeder Zeit selbstbewusst sein muss oder bedeutet es, dass du nie einen Fehler machen darfst, bedeutet es, dass dich alle Menschen immer mögen werden? Natürlich stimmt das alles nicht. Du kannst die Frage auch drehen ‚stimmt es wirklich, dass ich noch nie im Leben selbstbewusst war? Die Antwort darauf ist garantiert nein. Es gibt immer etwas, worauf du stolz bist, was dir gut gelungen ist oder Situationen, in denen du mutig warst. Eine weitere Frage könnte sein, müssen mich immer alle Menschen mögen, damit ich selbstbewusst bin? Verstehst du was ich meine? Finde ganz einfach logische Gründe dafür, dass das Ganze nicht stimmt. Und wenn die Gründe logisch sind, kannst du sie glauben.

Der vierte Tipp ist – mach dir klar, dass das was im Kopf abgeht, nur Gedanken sind. Beispiele: Mein-e PartnerIn hat einen anderen, ich werde nie wieder so glücklich sein wie früher, ich verliere auf der ganzen Linie und der Rosenkrieg wird nie zu Ende sein. Ich werde nie wieder eine-n Frau/Mann finden, denn ich bin zu dick, völlig unattraktiv, langweilig und habe weder Haus noch Garten. Immer wenn du einen solchen Gedanken erwischst, mach dir klar, es ist nur ein Gedanke. Er kann wahr sein, muss er aber nicht. Und in vielen Fällen ist ein solcher Gedanke nicht wahr. Er ist eine subjektive Meinung bzw. eine Befürchtung über die Welt, dich selbst oder über andere. Wenn du nun hergehst und vor den negativen Gedanken die Worte hängst: ich habe gerade den Gedanken, dass meine Ex einen anderen hat und das darf nicht sein. Indem du die Worte ‚ich habe gerade den Gedanken‘ davorschiebst, machst du dir bewusst, dass es ein Gedanke ist, den du dir erzählst und die Gedankenspirale ist unterbrochen.

Der fünfte Tipp ist ganz simpel. Lenke dich ab. Die Tipps dafür waren alles Tipps für den Kopf – sozusagen Spielereien für den Kopf. Manchmal helfen die allerdings gar nicht, weil die negativen Gedanken zu stark sind, du bist zu tief in der Gedankenspirale. Dann lenke dich ab, mache etwas anderes, verharre nicht in der Körperhaltung, in der das Gedankenspiel besonders stark läuft. Geh zum Sport, repariere das Fahrrad, schau dir einen lustigen Film an, geh spazieren, überlege dir wem du helfen kannst oder wem du eine Freude machen kannst. Mir tut Sport sehr gut und ein lustiger Film allemal, oder ich schreibe mir den Stressgedanken auf und zack, wird der Kopf ruhig und ich komme dann automatisch auf andere Gedanken.

Vielleicht hast du schon mal gehört, dass Gedanken unsere Gefühle beeinflussen und Gefühle unsere Handlungen. Viele wissen das schon. Was viele noch nicht wissen, dass es auch andersherum geht. Das bedeutet, deine Handlungen beeinflussen deine Gefühle und diese wiederum beeinflussen die Gedanken.  Die Technik des Ablenkens benutzen viele Menschen ganz automatisch. Leider gibt es auch ungesunde Ablenkmanöver wie Alkohol und andere Drogen, essen Mengen von Süßigkeiten, gehen shoppen, schauen Pornos ohne Ende. Sie tun es, um sich abzulenken, leider sind es ungesunde Verhaltensweisen. Schaue für dich nach gesunden Ablenkungen, damit es dir hinterher nicht zusätzlich schlecht geht aufgrund der Ablenkung, weil du dick und fett wirst von der Schokolade, oder dein Kontostand in tiefe rote Zahlen sinkt.

Also, schau dich um und mache nur gesunde Ablenkmanöver wie Sport, Bewegung an der frischen Luft, einem Menschen helfen oder das Fahrrad reparieren.

Ich hoffe, es hat dir gefallen und du kannst die eine oder andere Technik anwenden. Denn – es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es.

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